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Erythrozyten.net - Alles über rote Blutkörperchen

Auf dieser Website dreht sich alles um die roten Blutkörperchen, auch Erythrozythen genannt. Der Begriff erythrozyt ist aus dem altgriechischen abgeleitet und bedeutet so viel wie "Gefäß" oder "Hülle". Die Erythrozyten sind ein Bestandteil des Blutes. Ihre Hauptaufgabe ist der Transport des Sauerstoffes aus der Lunge in die verschiedenen Körpergewebe.

Form und Funktion

Erythrozyten haben eine scheibenförmige Gestalt, häufig mit einer Einbuchtung in der Mitte. Abgesehen von Wasser besteht ein Erythrozyt zu 90% aus Hämoglobin. Das ist ein Protein (Eiweissverbindung), das Sauerstoff binden kann. Da das Hämoglobin rot ist, sehen Erythorzyten rot aus und da das Blut sehr viele Erythrozyten enthält, ist auch unser menschliches Blut rot.

Erythrozyten
"Erythrozyten" © M. Mißfeldt

Anzahl und Größe

Als Bestandteil des Blutes, das ja auch in feinste Gewebebereiche des Körpers vordringen muss, sind die Erythrozyten sehr klein. Sie messen im Durchmesser circa  7,5 µm (Mikrometer), das entspricht 0,001 mm. Anders formuliert: Eine Kette von 1.000 Erythrozyten entspricht einem Millimeter. Sie sind also sehr klein, und das Blut enthält entsprechend viele rote Blutkörperchen. Insgesamt hat ein erwachsener Mensch ca. 24–30 Billionen Erythrozyten im Blut. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Erythrozyts beträgt ungefähr 4 Monate. Pro Tag werden ca. 200 Milliarden neue Blutkörperchen gebildet, das entspricht ca. 2. Millionen pro Sekunde. Die Erythrozyten werden im Knochenmark ausgebildet. Die jungen ("unreifen"), noch nicht fertig ausgebildeten Erythrozyten nennt man Retikulozyten. Sie auch Erythropoese.

Wenn man die Oberflächen alle Erythrozyten ausbreiten würde und nebeneinander legen würde, entspricht das einer Flächen von sagenhaften 4.000 - 4.500 m2. Unvorstellbar, aber auch sehr sinnvoll, denn der Transport von Sauerstoff in alle Körperzellen ist lebensnotwendig. Quelle.

Der Hämatokrit-Wert

Für die ärztliche Diagnose ist der sog. Hämatokrit-Wert sehr wichtig. Daran kann man das Verhältnis von zähflüssigen Erythrozyten zum wässrigen Blutplasma ablesen. Mehr zum Thema Hämatokrit-Wert.

Blutwerte / Laborwerte

Beim Arztbesuch wird häufig Blut abgenommen, um es zu untersuchen (großes oder kleines Blutbild). Als Ergbnis erhält man eine Liste mit den Blutwerten. Zahlreiche Krankheiten lassen sich anahnd eines erhöhten Blutwertes ablesen. Es gibt viele Methoden und Analysemöglichkeiten, z.B. die Konzentration der Erythrozyten, die Verteilung der Thrombozyten, der Hämatokritwert, der Cholesterin-Konzentration, ob eine Blutarmut (Anämie) vorliegt und so weiter. Man nennt die Blutwerte auch Laborwerte. Mehr zum Thema Blutwert.

Blutkörperchen

Neben den Erythrozyten, den roten Blutkörperchen, enthält das Blut noch weiße Blutkörperchen (Leukozyten), die vorwiegend mit Abwehrfunktionen (Immunsystem) beschäftigt sind. Als dritte wichtige Gruppe der Blutkörperchen sind die Thromozyten zu nennen, die für die Blutgerinnung zuständig sind. Mehr über die Blutkörperchen.

Historisches

Erythrozyten wurden erstmals 1658 von Jan Swammerdam beschrieben.

Weiterführende Links

 

Blut (Punkte)
"Blutbild" © M. Mißfeldt