Was ist ein Erythroblast?

Ein Erythroblast ist eine Entwicklungsstufe im Entstehungsprozess des Blutes. In diesem Prozess, den man Erythropoese nennt, werden die roten Blutkörperchen gebildet (Erythrozyt). Der Erythroblast entwickelt sich im Knochenmark aus einem Proerythroblast.

Erythroblast
Erythroblast - Vorstufe von Normoblast, Retikulozyt und Erythrozyt

Der Erythroblast enthält den Zellkern mit der Erbinformation. In dieser Phase bilden sich die Ribosomen. Außerdem werden viele RNA-Sequenzen am Zellkern kopiert (quasi eine Blaupause der Erbinformation DNA). Die Sequenzen enthalten die Informationen für die Hämoglobin-Produktion, die im weiteren Verlauf in den Ribosomen und in großen Mengen produziert werden.

Aus Erythroblast wird Normoblast

Normoblast
Normoblast

Wenn die Zelle ausreichende Mengen an RNA hergestellt hat, wird der Zellkern mit der DNA überflüssig. Er bildet sich langsam zurück. Gleichzeitig beginnen die Ribosomen mit der Produktion von Hämoglobin, dem für die späteren Erythrozyten entscheidenden Protein. In dieser Phase wird aus dem Erythroblast ein Normoblast.

Den gesamten Prozess der Blutbildung nennt man Hämatopoese - den Vorgang der Produktion der Erythrozyten heißt Erythropoese:

Erythropoese
Erythropoese - Entstehungsprozess der roten Blutkörperchen
Diese Website verwendet Cookies, Google Analytics und zeigt interessenbezogene Werbung. Datenschutzhinweise öffnen ... Ok, einverstanden