Was ist Transferrin?

Transferrin ist ein Glykoprotein, das für den Transport von Eisen (lat. ferrum) im menschlichen Organismus zuständig ist. Der Wort-Bestandteil "Glyko" deutet darauf hin, dass es sich um eine Proteinstruktur mit Kohlenhydrat-Anhängen (Zucker) handelt. Transferrin schwimmt überwiegend im Blutplasma - allerdings auch in den Lymphgefäßen.

Ein Transferrin-Molekül hat zwei freie Bindungsstellen für Eisen Fe3+. An diesen Stellen kann sich Eisen anheften. Gekoppelt an das Transferrin wird es dann in die Zellen transportiert. Dort dockt es an sogenannte Transferrinrezeptoren an und übergibt die Eisen-Teilchen.

Transferrin wird überwiegend in der Leber hergestellt. Im Normalzustand sind etwa 30 Prozent der Transferrin-Moleküle mit Eisen besetzt. Diese Sättigung ist ein wichtiger Blutwert für die medizinische Diagnose.

Falls das Transferrin nicht alle freien Eisenteilchen im Blut binden kann - wenn also die Sättigungsgrenze von ca. 45% überschritten ist, wirkt das überschüssige Eisen im Blut toxisch, also kann zu Vergiftungserscheinungen führen.

Beim Abbau des Hämoglobins in der Milz (und in geringem Umfang auch in der Leber) wird Eisen herausgelöst und an Transferrin gebunden. Der Rest (erst Biliverdin, dann Bilirubin) wird dann über die Leber entsorgt.

Bilirubin Definition
Bilirubin Definition: Abbauprodukt des Hämoglobins in den Erythrozyten

Darüber hinaus wird Eisen vor allem zum Aufbau von Körperzellen benötigt (Wachstum).

Mehr zum Thema bei Blutwert.net: Transferrin

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