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Erythrozyten.net : Retikulozyten erhöht

Retikulozyten zu niedrig - was bedeutet das?

Retikulozyt
Retikulozyt

Wenn die Anzahl der Retikulozyten - verglichen mit der Anzahl der Erythrozyten - zu gering ist, deutet das darauf hin, dass die Produktion der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) rückläufig ist. Dann werden weniger Retikulozyten ins Blut ausgeschwemmt. Die Frage ist dann: Warum wurde die Erythrozytenproduktion (sog. Erythropoese) heruntergefahren?

Der Blutwert Retikulozyten wird in "Anzahl pro Tausende Erys" angegeben (man könnte auch sagen: Promille). Der Normwert ist 3 bis 18 pro 1.000 Erys (sowohl Männer als auch Frauen). (Bitte beachten: die Normalwerte in Ihrem Laborbefund abweichend sein können. Entscheidend ist immer der Referenzwert des Labors.)

 

Ein Werte von 3 - 8 ist schon bedenklich, kann aber noch natürlich Ursachen haben. Möglicherweise reguliert sich eine abklingende Erythrozyten-Überproduktion (Polyglobulie).

Wer nach einem längeren Aufenthalt im Hochgebirge (mit wenig Sauerstoff-Anteil in der Luft) wieder auf Meeresspiegel-Niveau ankommt, hat eine vergleichsweise hohe Anzahl von Erythrozyten im Blut. Mehr als nötig sind. Daher wird in den ersten Tagen die Blutproduktion leicht gedrosselt. In dieser Phase wird der Anteil an Retikulozyten absinken. Dieses Beispiel zeigt, dass die Blutproduktion aktiv vom Organismus reguliert werden kann.

Beginn einer Anämie (?)

Problematisch wird es dann, wenn die Blutproduktion ohne natürliche Erklärung gedrosselt wird.

Soll heißen: es gibt viele Ursachen, warum der Anteil der Retikulozyten zu gering sein kann. Letztendlich kann das nur eine Ärztin oder ein Arzt unter Abwägung weiterer Untersuchungswerte beurteilen.

Siehe auch: