Erythrozyten.net : Retikulozyten erhöht

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Retikulozyten erhöht - was bedeutet das?

Retikulozyt
Retikulozyt

Retikulozyten sind junge, noch nicht voll ausgereifte Blutkörperchen - die Vorläufer der Erythrozyten. Während die ERythrozyten-Produktion (Erythropoese) normalerweise im Knochenmark abläuft, werden ein Teil der fast fertigen Blutkörperchen, eben die Retikulozyten, in die Blutbahn abgegegen, wo sie voll ausreifen. Im Blutbild kann man die Anzahl der Retikulozyten messen. Auf den Datenblatt des Labors ist jeweils ein Referenzwert (für "normal") angegeben.

Retikulozytose

Ein höherer Wert zeigt das vermehrte Auftreten von Retikulozyten im Blut an. Man bezeichnet das als Retikulozytose. Sie ist das Zeichen einer gesteigerten Neusynthese von Erythrozyten. Anders formuliert: Ist der Wert erhöht, dann deutet das darauf hin, dass zur Zeit vermehrt rote Blutkörperchen gebildet werden. Das kann natürliche Gründe haben (z.B. Regeneration nach starken Blutverlust). Problematisch wird es erst, wenn die Produktion unkontrolliert von statten geht oder aufgrund leistungssteigernder Substanzen hervorgerufen wird (Doping).

Der Retikulozyten-Wert alleine besagt daher noch nicht viel - erst im Zusammenspiel mit den anderen Blutwerten kann ein Arzt die Ursachen eingrenzen.

Normalwerte

Die Anzahl der Retikulozyten wird als relativer Wert, und zwar im Verhältnis zur Anzahl der Erythrozyten gemessen. Der Retikulozyten-Normalwert beträgt 3 - 18 ‰ (Promille). Der Referenzbereich für Retikulozyten liegt bei etwa

Bei Angabe eines relativen Wertes entspricht dies 3-18 Retikulozyten pro 1.000 Erythrozyten, d.h. 0,3- 1,8 %. (Hinweis: Ausschlaggebend ist der vom jeweiligen Labor angebene Referenzwert).

Die Retikulozyten erlauben quasi eine Prognose in das zukünftige Blutbild. Wenn die Anzahl der Erythrozyten gering ist und gleichzeitig viele Retikulozyten gemessen werden, deutet das darauf hin, dass die Regenration des Blutes in vollem Gange ist. Wenn andererseits bei einem erhöhten Erythrozytenwert nur wenig Retikulozyten messbar sind, dann reguliert sich offensichtlich eine Erythrozyten-Überproduktion (Polyglobulie).

Siehe auch: Hämatokrit zu hoch