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Erythrozyten.net : Hämatokrit

Hämatokrit zu niedrig - Verminderter Hkt-Wert

Hämatokrit-Wert
Hämatokrit-Wert

Wenn man im Verhältnis zu viel Flüssigkeit bzw. zu wenig rote Blutkörperchen im Blut hat, spricht man von einem verminderten bzw. zu niedrigem Hämatokrit (HK- oder Hkt-Wert). Der Patient ist dann "überwässert". Der Hämatokritwert beschreibt das Fließverhalten des Blutes. Je niedriger der Hämatokritwert, um so "dünner", also flüssiger ist das Blut, weil im Verhältnis zum Blutplasma eher wenige Blutkörperchen im Blut enthalten sind. Das Fließverhalten ist insofern relevant, weil das Herz um so stärker pumpen muss, je zähflüssiger das Blut ist. Durch einen geringeren Hämatokritwert wird das Herz und der gesamte Kreislauf also entlastet.

Andererseits muss man aber auch aufpassen, das der Hämatokrit-Wert nicht aufgrund eines Erythrozyten-Mangels so gering ist. Denn eine ausreichende Anzahl an Erythrozyten ist für die Sauerstoffversorgung des Organismus existenziell wichtig.

Hämatokrit zu niedrig
Hämatokrit zu niedrig - Verminderter Hkt-Wert

Ursachen eines verminderten Hämatokrits

Ursache kann ein Rückgang der Erythrozyten-Produktion sein. Das wäre ein Hinweis auf eine Anämie (Blutarmut). Die am weitesten verbreitete Anämieform ist die Eisenmangel-Anämie.

AnämieAnämie

Andere mögliche Ursachen sind zum Beispiel:

Durch Ausdauertraining wird der Hämatokrit gesenkt, weil das Blutvolumen in kurzer Zeit stärker ansteigt als die Zahl der roten Blutzellen. Das führt zu einer verringerten Viskosität (Zähflüssigkeit) des Blutes. Das Blut reibt weniger stark an den Wänden der Blutgefäße, so dass das Herz eine geringere Arbeit leisten muss. Durch den größeren Anteil an Blutplasma ist die Flüssigkeitsreserve, die dem Körper zur Kühlung zur Verfügung steht, erhöht (siehe Schwitzen).

Hier zeigt sich auch der Unterschied zwischen der verminderten Anzahl der Erys und einem verminderten Hämotokrit: Während z.B. durch Ausdauertraining die Gesamt-Zahl der Erythrozyten gleich bleibt, vermindert sich dadurch der Hämatokrit - weil die Blutmange durch Blutplasma erhöht wird.

Warum ist der Hämatokrit-Wert wichtig?

Durch Ausdauertraining wird der Hämatokrit gesenkt, weil das Blutvolumen stärker ansteigt als die Zahl der roten Blutzellen. Das führt zu einer verringerten Viskosität (Zähflüssigkeit) des Blutes. Das Blut reibt weniger stark an den Wänden der Blutgefäße, so dass das Herz eine geringere Arbeit leisten muss. Durch den größeren Anteil an Blutplasma ist die Flüssigkeitsreserve, die dem Körper zur Kühlung zur Verfügung steht, erhöht (siehe Schwitzen).

Der optimale Hämatokrit-Wert liegt nach Modellberechnungen aus strömungsphysikalischer Sicht (die Viskosität einer Flüssigkeit hängt von der Viskosität des Lösungsmittels und dem Volumenanteil ihrer festen Bestandteile ab) bei etwa 40 %.

Es kann jedoch zu Abweichungen kommen, die vom Alter, Körperbau und anderen genetisch bedingten Unterschieden herrühren. Daher gibt es eine Toleranz-Spanne von +- 4%. Bei einem einjährigen Kind liegt der Hämatokrit bei rund 30 - 35%. Mit dem Wachstum steigt der Wert, eher für Erwachsene folgende Normwerte gelten:

  Hämatokrit-Normwert
Männer: 42 bis 50%
Frauen: 37 bis 45%

Aufgrund des höheren Testosteron-Wertes liegt der Hkt-Normwert bei Männern höher als bei Frauen.

Was tun bei verringertem Hämatokrit-Wert?

Der Hämatokrit-Wert ist eine wichtige Kennzahl im Zusammenhang mit einer ärztlichen Diagnose. Oft wird erst im Vergleich mit anderen Kennzahlen und Symptomen ein Krankheitsbild erkennbar. Wer einen nicht-normalen Hämatokrit-Wert hat, sollte das mit einem Arzt / einer Ärztin besprechen. Scheuen Sie sich nicht, nachzufragen...

Hämatokrit-Normwert
Hämatokrit-Normwert

Siehe auch: Hämatokrit zu hoch