Erythrozyten.net : Blutkreislauf

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Blutgefäße: Adern, Arterien und Venen

Blutgefäß
Blutgefäß

Der Blutkreislauf besteht aus dem Herzen und den Blutgefäßen. Alle Blutgefäße bzw. Blutbahnen sind Adern, die sich vor allem hinsichtlich ihres Aufbaus und ihrer Funktion unterscheiden.

Je weiter die Blutgefäße vom Herzen entfernt sind, desto verzweigter werden sie und desto kleiner wird auch ihr Durchmesser. Arterien werden zuerst zu Arteriolen und diese zu Kapillaren, die das Gewebe versorgen.

Diese führen wiederum zusammen und bilden die postkapillaren Venolen, die zu Venen werden.

 

Blut: ErythrozytenBlut: Erythrozyten schwimmen in einem Blutgefäß, Bild von M. Mißfeldt, CC-BY

Arterien

Die Arterien, die vom Herzen abgehen, beseitzen eine dicken, muskulöse Gefäßwand. In ihnen wird das Blut mit hoher Geschwindigkeit und mit hohem Druck in den Blutkreislauf gepresst. Als Pumpe dient das Herz.

Die Arterien transportieren das Blut unter hohem Druck und mit hoher Fließgeschwindigkeit, deswegen besitzen sie eine dicke, muskuläre Gefäßwand. Durch sie gelangt das Blut aus dem Herzen in die verschiedenen Gewebe. Von den Arterien gehen die Arteriolen ab, sie dienen als Kontrollventile und haben deswegen starke muskuläre Wände, die die Gefäße verengen (Vasokonstriktion) oder weiten (Vasodilatation) können. Sie verzweigen sich weiter zu den Kapillaren, die den Austausch von Flüssigkeiten, Nährstoffen, Elektrolyten, Hormonen und anderen Stoffen zwischen Blut und Gewebe vornehmen und deswegen mit einer dünnen Gefäßwand (nur Endothel) ausgestattet sind, die für niedermolekulare Stoffe durchlässig (selektiv permeabel) ist. In einigen Organen (Leber, Milz) sind die Kapillaren erweitert und das Endothel wird diskontinuierlich, dann spricht man von Sinusoiden.

Venolen haben nur eine dünne Gefäßwand. Sie sammeln das Blut aus den Kapillaren, um es wieder den Venen zuzuführen, die es von der Peripherie zurück zum Herzen transportieren. Weiterhin dienen sie als Blutspeicher. Sie haben dünne muskuläre Wände, die das Weiten oder Verschließen der Gefäße erlauben. Ein Teil der Flüssigkeit tritt im Kapillargebiet aus den Gefäßen aus und wird über Lymphgefäße abtransportiert. Die großen Lymphsammelstämme münden nahe dem Herzen wieder in das Venensystem.

Benachbarte Blutgefäße mit gleichem Zielgebiet werden als Kollateralen bezeichnet. In fast allen Körperregionen gibt es Verbindungen zwischen diesen benachbarten Blutgefäßen, sogenannte Anastomosen. Diese sorgen dafür, dass bei einer Verlegung (etwa einer Thrombose) oder Verletzung eines Blutgefäßes die Versorgung vom Nachbargefäß übernommen werden kann. Arterien, die keine Anastomosen aufweisen, nennt man Endarterien. Kommt es zu einer Verlegung einer Endarterie, so wird der entsprechende Gewebsabschnitt nicht mehr mit Blut versorgt und stirbt ab (Infarkt). Die Anastomosen können aber auch zu schwach sein, um eine vollständige Kompensation eines Ausfalls zu ermöglichen. In diesem Fall spricht man von funktionellen Endarterien. Eine Verstopfung oder Verletzung dieser Arterien führt zu einer Minderdurchblutung (Ischämie).

Atherosklerose

Die krankhafte Verengung und Verhärtung der Blutgefäße nennt man "Atherosklerose". Diese Volkskrankheit ist weit verbreitet und die Ursache für die häufigsten Todesursachen in Deutschland: die Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dazu gehören Herzinfarkt und Schlaganfall.

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