Erythrozyten.net : Blutarmut (Anämie)

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Normozytäre Anämie

Bei einer normozytären Anämie sind die Erythrozyten hinsichtlich Form und Hämoglobingehalt weitgehend normal ausgebildet. Es sind allerdings zu wenige im Blut vorhanden, weil zu wenige im Knochenmark gebildet werden. Die Produktion der Erythrozyten (sog. Erythropoese) wird durch das Hormon Erythropoetin (kurz: Epo) ausgelöst, das in der Niere synthetisiert wird. Wenn zu wenig Epo freigesetzt wird, verlangsamt sich auch die Erythrozyten-Produktion. Da die Blutzelle normal aussehen, spricht man von einer "normozytären" Anämie.

Normozytäre Anämie
Normozytäre Anämie: Aufgrund zu geringer Erythropoetin-Konzentration werden zu wenig Erythrozyten gebildet.

Die Ursache für die verminderte Epo-Konzentration sind meist Erkrankungen der Niere. Allerdings kann sie auch aufgrund von Sauerstoffmangel in der Umgebung ausgelöst werden (z.B. im Hochgebirge). Zudem ist eine Reaktion auf Medikamente möglich. Bei einer normozytären Anämie ist der Blutwert MCV (Mittleres Erythrozytenvolumen) normal.

Blutwerte bei einer normozytären Anämie

Da die Größe der Erys bei einer normozytären Anämie normal ausgebildet ist, liegen die Werte für das einem mittleren Erythrozytenvolumen (Blutwert MCV) im Normbereich von 80 bis 100. Allerdings sind zu wenige Erys im Blut, so dass der Hämatokrit verringert ist (Männer: unter 42%, Frauen: unter 37%). Entsprechend ist auch das Hämoglobinmenge pro Deziliter Blut zu gering (Männer: unter 13 g/dl, Frauen: unter 12 g/dl).

Was ist eine Anämie?

Der Begriff Anämie stammt aus dem griechischen und bedeutet so viel wie "ohne Blut". Man spricht umgangssprachlich auch von Blutarmut oder Blutmangel. Bei einer Anämie ist die Sauerstoff-Transport-Fähigkeit des Blutes vermindert. In den Organen kommt weniger Sauerstoff (Energie) an als eigentlich erforderlich wäre. In der Folge reagiert der Körper meist mit einer erhöhten Herzmuskelfrequenz. Das Blut wird dadurch schneller durch den Körper gepumpt. Allerdings ist diese erhöhte Herzaktivität belastend.

Anämie
Anämie

Bei einer Anämie ist die Konzentration von Hämoglobin im Blut vermindert. Das ist der rote Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten). In aller Regel geht die verminderte Hämoglobin-Konzentration mit einem Mangel an funktionstauglichen Erythrozyten einher.

Hämoglobin
Hämoglobin

Neben der normozytären Anemie gibt es zwei weitere Anemie-Arten, die anhand der Größe und Farbe der Erythrozyten unterschieden werden:

Symptome einer normozytären Anämie

Die typischen Symptome einer normozytären Anämie ähneln denen der anderen Anämie-Arten. Sie sind entweder direkt auf den Sauerstoffmangel, also die mangelnde "Energieversorgung" der Zellen zurückzuführen, oder treten als Folgeerscheinungen auf. Zu den ersten Anzeichen gehören:

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